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Lindy Hop
ist ein afroamerikanischer Paartanz, den Charleston, Break-Away,
Step-Tanz, andere Jazz-Tänze, traditionelle westafrikanische, aber auch
europäische Tänze prägten. Dieser Tanz verkörpert pure Lebensfreude.
Das spontane Umsetzen von Bewegungsideen während des Tanzes und damit
die
Musikinterpretation steht im Vordergrund.
Lindy Hop wird zu Swing-Musik getanzt, der populärsten Stilrichtung der Jazzgeschichte. Diese hatte zwischen 1935 und 1945
ihre Boomzeit.
Der Tanz entstand Mitte der 20er Jahre in den großen Ballsälen New
Yorks zur Musik der Big Bands, die die Jazzmusik in
ihrer klassischen siebenköpfigen New-Orleans-Jazzband Besetzung zur
orchestralen Swing(Tanz)-Musik weiterentwickelten. Die größte Bedeutung
kommt dem Savoy Ballroom in Harlem/New York zu, welcher für alle
Bevölkerungsschichten und Hautfarben
offen war. Von hier aus gewann der Lindy Hop zunehmend an
Popularität, auch in den oberen Bevölkerungsschichten. In den 30er und 40er Jahren wurde er zum beliebtesten Tanz.
Nach dem zweiten Weltkrieg änderte sich dann der Musikgeschmack und aus dem Lindy Hop entwickelten sich Tänze wie der "Jitterbug". Mit den GIs kam der Tanz nach Europa. Hier
entstand daraus der Boogie Woogie.
Seit Anfang der 80er Jahre gewinnt Lindy Hop nach Amerkia auch in Europa
zunehmend Freunde. Im Jahre 2005 gab es in London und New York bereits
eine mehrere tausend Tänzer umfassende Insider-Gruppe. In den meisten größeren Städten Europas gibt es swingverrückte Tänzer, die diesen energiegeladenen völlig unkonventionellen Tanz für sich wiederentdecken und erneut die Ballhäuser füllen.
Rund 1500 Tänzer aus der ganzen
Welt pilgern jährlich für vier Wochen in das kleine schwedische Dorf
Herräng. Die "Harlem Hot Shots" (früher: Rhythm Hot Shots), eine der
besten
Profitanzgruppen der Stilrichtung, widmen dort seit 1982 dem
authentischen afroamerikanischen Tanz (und prominent dem Lindy Hop) ein
Tanzlager.
Über die Namensgebung "Lindy Hop" kursieren verschiedene Geschichten,
die überwiegend auf den New Yorker Tänzer Shorty George Snowden , einem
der Urväter des Lindy hop, verweisen. Zeitzeuge Frank Manning stützt
diese Version: Als Shorty
George Snowden während eines Tanzmarathons von einem Journalisten
gefragt wurde, was er da eigentlich tanze, griff der erschöpfte Shorty
einfach auf die aktuelle Zeitungsschlagzeile zurück: "Lindy Hops the
Atlantic".
Eine andere Version berichtet, Lindy Hop habe ursprünglich nur "Hop"
geheissen. Der Name "Lindy" sei erst 1927 im New Yorker Savoy Ballroom
dem "Hop" hinzugefügt worden - angeblich zum Gedenken an Charles
Lindberghs berühmten Flug über den Atlantik.
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